Stress – woher er kommt, was er auslöst und wie du ihn reduzieren kannst

Stress

Was ist Stress und wie wirkt er sich aus?

Als Stress empfinden wir einen Zustand der Überforderung und des Unwohlseins. Er wirkt sich auf allen Ebenen unseres Seins aus: geistig, psychisch, energetisch, körperlich und sozial.

Geistig

Wenn wir gestresst sind, können wir uns weniger gut konzentrieren und sind weniger kreativ.

Psychisch und energetisch

Stress wirkt sich auf unser Empfinden aus. Er drückt uns emotional nieder. Die Frequenz unseres Energiesystems sinkt. Es können Blockaden auftreten und die Energie nicht mehr fließen.

Körperlich

Der schlechtere Energiefluss führt dazu, dass physische Abläufe nicht mehr gut funktionieren. Wir spannen Muskeln unwillkürlich an, wodurch sich diese verhärten und manchmal sogar schmerzhaft werden. Im Nervensystem ist der Sympathikus aktiviert. Wenn das ein Dauerzustand wird, kommen vegetative Funktionen wie Schlaf, Regeneration, Verdauung und Ausscheidung zu kurz. Der Blutdruck erhöht sich, weil sich die Gefäße verengen.

Stress kann sogar bis in die Zellen wirken. Der Zellstoffwechsel funktioniert dann nicht mehr optimal, wodurch z.B. Sauerstoff schlechter verwertet wird. Dauerstress über Jahre kann deshalb sogar Krebs auslösen.

Sozial

In gestresstem Zustand sind wir weniger in der Lage, uns auf andere Menschen einzustellen und empathisch auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Es kann dann schon mal passieren, dass wir unwirsch auf jemanden reagieren, obwohl wir das eigentlich gar nicht wollen.

Manchmal haben wir nicht einmal mehr Lust auf Dinge, die uns eigentlich Spaß machen, weil wir müde und erschöpft oder nicht in der Stimmung dafür sind. Oder es würde uns noch mehr stressen, dafür Dinge liegen zu lassen, die wir glauben, unbedingt erledigen zu müssen. So können auch unsere Beziehungen darunter leiden.

Was stresst dich am meisten?

Wenn du dich häufig gestresst fühlst, zahlt es sich aus, zu beobachten, welche Faktoren es sind, die diesen Stress auslösen. Nur, wenn du das weißt, kannst du auch gezielt Stress vermeiden und abbauen.

Was jemand als Stress empfindet, ist individuell sehr unterschiedlich. Beim einen sind es Herausforderungen, denen er sich nicht gewachsen fühlt. Oder es sind mehr Aufgaben zu erledigen, als er in der dafür vorgesehenen Zeit bewältigen kann. Dann belastet es, wenn Unerledigtes liegen bleibt. Es können aber auch ganz andere Faktoren sein, z.B. Streit und Konflikte, Sorgen, Angst vor bevorstehenden Gesprächen, Auftritten, Prüfungen usw.

Auch die äußere Umgebung wirkt sich auf unseren Stresslevel aus. So sind wir in der Großstadt mehr gestresst als in der Natur. Lärm, laute Musik, viele Menschen und rasch wechselnde Sinnesreize können ebenso Stress auslösen wie unsichtbare Frequenzen, denen wir ausgesetzt sind, ohne es bewusst wahrzunehmen, z.B. Wasseradern, Erdstrahlen, Mikrowelle oder WLAN.

Große Stressfaktoren, an die viele vielleicht nicht sofort denken, betreffen nicht das Zuviel, sondern das Zuwenig. Dazu gehören Langeweile und fehlender Lebenssinn, Einsamkeit, der Tod geliebter Menschen oder andere Verlusterlebnisse.

Maßnahmen gegen übermäßigen Stress

Stress gehört zum Leben und bis zu einem gewissen Grad können wir gut damit umgehen. Problematisch wird es, wenn sich Phasen von Stress und Anspannung nicht mehr mit Phasen von Entspannung, Erholung und Genießen abwechseln, sondern der Stress zum Dauerzustand wird. Das dämpft nicht nur unsere Lebensfreude, sondern kann auch zu einem ernsten Gesundheitsproblem werden.

Wenn du also dauerhaft gestresst bist, dann wird es Zeit, etwas zu tun, um das zu ändern. Wenn du das nicht machst, wird dir das Leben irgendwann deutlich zu verstehen geben, dass es so nicht weitergehen kann. Das beginnt vielleicht mit Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen, Lustlosigkeit und Erschöpfungszuständen. Wenn du diese Anzeichen ignorierst, werden die Signale deutlicher. Dann kann es z.B. zu einem Burnout, einem Herzinfarkt oder einer Krebserkrankung kommen.

Versuche es also möglichst frühzeitig wahrzunehmen, wenn du gestresst bist und wodurch. Und fange an, zu ändern, was geändert werden muss.

Äußere Lebensumstände verändern

Manchmal geht es dabei um eine Veränderung äußerer Lebensumstände. Das kann z.B. ein Gespräch mit dem Chef sein, um die Arbeitsbelastung zu reduzieren oder das Beenden einer Beziehung, in der Sucht oder Gewalt eine Rolle spielt. Vielleicht willst du auch deine Prioritäten anders setzen und deinen Tagesrhythmus verändern. Oder dir eine Aufgabe suchen, die dich erfüllt.

Die Einstellung verändern

Manchmal geht es aber auch darum, deine Einstellung zum Leben, zu bestimmten Menschen und Geschehnissen zu verändern, dich weniger aufzuregen oder dir weniger Sorgen zu machen. Diese geistig-psychischen Veränderungen sind meist schwieriger zu vollziehen und brauchen viel Übung. Es gibt aber Werkzeuge, die dabei helfen können.

Die Aufmerksamkeit auf das Positive lenken

Wir können etwa ganz gezielt unsere Aufmerksamkeit auf das Positive lenken, das ja auch immer da ist. Aber manchmal ist unser Geist so sehr mit unseren Problemen beschäftigt, dass wir das Schöne, Liebevolle, Gelungene gar nicht mehr wahrnehmen oder als unwesentlich abtun.

Zwei Übungen, die ich selbst in schwierigen Zeiten gerne anwende, möchte ich dir ans Herz legen. Sie sind einfach und brauchen nur ganz wenig Zeit. Konsequenz durchgeführt können sie aber leicht Licht in einen verdunkelten Geist bringen.

Die Dankbarkeitsübung

Du sagst dir: „Ich bin dankbar für …“ und machst dann eine Art Brainstorming, was dir alles einfällt. Und es gibt immer etwas, wofür wir dankbar sein können. Du wirst dich wundern, was alles schön und gut ist. Aber vieles nehmen wir oft als selbstverständlich hin.

Als ich einmal in einer Teamsitzung, die ich ganz schrecklich fand, diese Übung machte – natürlich nur in Gedanken – fiel mir ein Erdbeben ein, das vor kurzem zahlreiche Menschen unter Trümmern vergraben hatte und ich konnte dankbar sein, dass ich in einem geheizten Zimmer saß und rund um mich die Wände noch standen.

3 Dinge, die heute gut waren

Diese Übung eignet sich vor allem gut, um den Tag abzuschließen. Du lässt einfach kurz den Tag revue passieren und suchst dabei nach Dingen, die schön waren, über die du dich gefreut hast oder die dir gelungen sind.

Natürlich gibt es Tage, an denen mir sofort 3 Dinge einfallen, oder auch mehr. Es gibt aber auch Tage, an denen ein Thema so stark dominiert, dass ich kaum an etwas anderes denken kann. Und dann ist es manchmal gar nicht so einfach, drei Dinge zu finden. Doch wenn du diese Übung regelmäßig machst, vielleicht sogar schriftlich, wirst du schon den ganzen Tag über mit anderen Augen durchs Leben gehen. Denn du willst ja 3 Perlen sammeln, die du am Abend auf der 3-Dinge-die-heute-gut-waren-Perlenkette auffädeln kannst.

Für Entspannung sorgen

In meinen Yogakursen lernst du viele Übungen, mit denen du leicht in die körperliche und geistige Entspannung kommen kannst. Der Energiefluss kommt wieder in Fluss. Durch bewusste Atmung kannst du sowohl auf deinen Geist als auch auf deinen Körper einwirken. Dein Geist kommt zur Ruhe.

Dieses Innehalten ist die Voraussetzung dafür, dass du erkennen kannst, was in deinem Leben schiefläuft und was du ändern möchtest.

Wenn du regelmäßig meditierst, lernst du auch, nicht auf alles sofort zu reagieren, sondern erst einmal wahrzunehmen, was ist und dann eine bewusste Entscheidung zu treffen. Die Palette an Möglichkeiten, wie du auf etwas reagieren kannst, erweitert sich dadurch. Du gewinnst an Freiheit, dein Leben bewusst zu gestalten.

Mit dem Fluss des Lebens gehen

Ein wichtiges Ziel im Yoga ist es, zu erkennen, was sich ständig verändert und was in all dem bleibt. Häufig ist das, was uns stresst, der Versuch, an Dingen festzuhalten, die vergänglich sind oder uns gegen Umstände zu wehren, die wir nicht ändern können. Denn das ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Wenn wir erkennen und akzeptieren, dass sich in der Welt, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können, alles ständig verändert und alles, was einen Anfang hat, auch ein Ende hat, üben wir uns in Gleichmut und Gelassenheit. Unangenehme Dinge, die wir erleben, gehen uns dann nicht mehr so an die Substanz.

Gleichzeitig gibt es aber auch etwas, das in all dem, was sich ständig verändert, bleibt. Das, was allem zugrunde liegt und was wir im Kern unseres Wesens selbst sind. Doch es hilft dir nichts, wenn ich hier versuche, es dir zu beschreiben. Du kannst es nur selbst erforschen und erkennen. Immer wieder, bis du ständig in dieser Verbindung bist. Dazu praktizieren wir Yoga, vor allem Meditation. Wenn wir diese Erkenntnis gewonnen haben, wissen wir, worauf wir uns immer verlassen können. Wir haben es dann auch nicht mehr nötig, irgendetwas zu glauben.

Traumata auflösen

Eine nicht zu unterschätzende Wurzel von Stress sind alte Muster und Traumata. Wenn du als Kind immer auf der Hut sein musstest, um etwas Schlimmes zu vermeiden, sitzt dieses Stressmuster tief in dir drin und wird durch Kleinigkeiten aktiviert, die eigentlich gar nicht bedrohlich sind, dich aber an die damalige Situation erinnern. Das ist z.B. dann der Fall, wenn du in einem Klima von körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt aufgewachsen bist oder sich die Eltern viel gestritten haben und du versucht hast, alles zu unternehmen, um Frieden zu stiften.

Oder wenn ein Elternteil Alkoholiker war, du dadurch ständig Angst und Scham ausgesetzt warst und versucht hast, das nach außen zu vertuschen und die Folgen abzufedern.

Bei derartigen Prägungen ist es auch wahrscheinlich, dass du dir in deinem Erwachsenenleben wieder unbewusst ähnliche Situationen suchst, die dann wiederum Auslöser für Stress sind.

In Psychobionik-Sessions kannst du solche alten Muster auflösen und die archetypische Ordnung in deinem Unterbewusstsein wieder herstellen. Dann sind die Geschichte deiner Ahnen und deine eigenen belastenden Erfahrungen keine Stressfaktoren mehr, sondern Ressourcen, die dich auf deinem Lebensweg unterstützen.

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